11 Mar 2011












POESIE DER LIEBE


„Mädchen ̶ Frau des Lebens, jemand ist heute Nacht gestorben!” „Dein Lächeln ist gestorben!” Zwei Augen sind kalt, und wie blau-grüne Perlen rinnen die Tränen über heiße Wangen.

„He Du! ̶ mit meinen Händen fange ich die Sterne ein und lasse die roten Feuerbälle über Bäume, Terrasse und Fenster tanzen.”

Jemand ist heute Nacht gestorben. Nur ein Traum, ein kurzer einfacher Traum gleitet in den Reigen feuchter Umarmung. Erinnerungen wiederholen sich. Andere Zeiten wechseln ihr Kleid über immer gleicher Farbe.

„He Mädchen! ̶ Du so fremd gewordene Gestalt unerreichter Schöpfung bleibst in der Ferne des vergessenen Tages und der gleichen Zeit!” „Meine müden und ausgestreckten Arme erreichen Dich nicht mehr!” Die Kraft in den Adern versagt ̶ die Quelle in meinem Herzen versiegt. Der Schrei aus meiner Brust ist lautlos, wenn die Erinnerung, all die Vergangenheit und der neue Tag aus der Asche emporsteigen, um den Strahl der Sonne in den Schatten zu stellen.

„Frau ̶ guter Freund, mehr als nur ein Mensch, mehr als nur eine Station des kurzen Lebens”. „Ich verachte mich, weil ich die rostige Kette nicht zerbrechen kann.”

„Traum ̶ ich hasse Dich, wenn nur Tränen mich leben lassen”. Mit meinen Händen greife ich noch einmal nach all den Sternen. Mit der Glut in meinem Herzen betrüge ich die Angst.

„Du guter Mond ̶ guter Freund in der Nacht spielst Dein altes Spiel mit mir!”

„Du Mutter Erde schenkst mir noch einen dankbaren Blick, wenn meine Füße Dich wieder treten!”

„Du kaltes Wasser trägst die Last und den Schmutz verratener Illusionen zum Meer, der Tiefe entgegen!”

„Du Wind glättest meine Haut und trocknest die Tränen, welche nur das Salz zurücklassen!” Jemand ist heute Nacht gestorben, und die Erde dreht sich immer noch und wieder noch.

„Ein anderer Schatten wird in Dein Leben treten ̶ die endlose Zeit alles verwischen oder vergessen und Dich auf immer und ewig lieben!”


7 Jul 2010

Saints of Justice · Heilige der gerechten Sache · святых правосудия · Santos de la Justicia · Sants de la Justícia · Eng · Deu · Rus · Esp · Cat ··· Stained Glass!

6 Jul 2010





13 Apr 2010

























Prolog der Namen

Namen sind wie Schall und Rauch. Sie sind wie der Nordwind, der den Sand über den Äquator schiebt – oder die Brandung, die die Wellen an den Klippen zerbrechen lässt. Die einen kommen – die anderen gehen und treiben auf dem Boot des Vergessens der Abendsonne entgegen.

Namen graben sich ins Gedächtnis ein, begleiten dich ein Leben lang oder versinken in den eingebrochenen Höhlen des Unterbewussten. Ob Freund, Verwandter, Bekannter oder auch nur Momentbegleiter des Augenblickes – der Mensch sucht das Glück, so wie die verlassene Kreatur das Haus umschleicht, um am Ende in sich selbst zu finden, was den Sinn des all umspannenden Lebens ausmacht.

Der eine ist es Wert, in Erinnerung behalten zu werden und vergilbt im Bücherschrank der entrückten Zeitreise – der andere schiebt seine zahnlose Fratze auch nach Jahren noch in die limbische Déjà-Vu- Selbstgefälligkeit und quält dich mit seiner unausstehlichen Ignoranz.

Namen gewinnen an Bedeutung, so wie andere nicht einmal mehr den Bodensatz der Menschheit wert sind. Das erschlagene Tier erstickt noch an seiner verrosteten Kette um den Hals, so wie der Mensch das Elend zu erkennen glaubt, um sich am Ende entscheiden zu müssen. Die Tat wird zum Namen – der Drang nach Freiheit zur Pflicht.

... Und der da gekommen war, um nur zu sehen, musste dann doch erkennen, dass Despotie und Befreiung keine Brüder sind und griff zum Gewehr, nachdem die andere Wange vom ewigen Schlag noch schmerzte und das Gehirn all den kryptischen Namensmüll endlich von sich schütteln konnte. Es werden die anderen Namen sein - die Namen der Aufrechten und Gerechten - im letzten Ringen um des Menschen und des Tieres Glück auf Erden.

... Und der da noch kommen sollte, um zu begreifen, ruft nach den Namen dieser Aufrechten, und gemeinsam verjagen sie all die Kindesmörder, Frauenschänder und Lumpen aus dem heiligen Land Ur und Uruk in Mesopotamien. Utnapischtim steigt den vergessenen Berg herab und kehrt mit seiner Arche aus Dilmun zurück. Ihre Stimmen sollten noch bis Palästina anbranden und dem Olivenbaum das Wasser im Namen des Bruders in Sibirien und des Freundes am Orinoco schenken.

17 Mar 2010

















Schätze das Vergangene und begreife den Augenblick der eigenen Unvoll- kommenheit!

28 Oct 2009











Wenn sich die Unheil bringenden Mächte in der Welt zusammenschließen, müssen die guten Menschen auf der Erde das Gleiche vollführen und sich gegen diese Ungerechtigkeit vereinigen.

So einfach ist das Leben zu verstehen!

22 Jun 2009

Retablos by Thomas Weger























In Kürze erscheinen hier auf diesem zweiten Blog die ersten Retablos von Thomas Weger.

Dies wird der Beginn einer neuen Serie von Werken sein, die sich intensiv um  eine historisch-kulturelle und sozial-politische Aufarbeitung im Rahmen der Menschheitsgeschichte bemüht.

Diese neuen Gemälde werden in progressivem Einklang und expressiver Heraus- vorderung mit der traditionellen Malweise stehen. Sie werden die schöpferische mundiale Spiritualität fruchtend bereichern.

Ihre Ausdruckskraft wird von hohem künstlerischen Wert sein und die Plattform konstruktiver Diskussion bilden.

Retalblos by Thomas Weger
2008
www.google.com
http://thomasweger2.blogspot.com

27 May 2009





















Antoni Bertran

Bohemio soñador,
sé la vida del pintor
que en vida no vende obra
en muerte sube a la gloria,
¿de qué sirve ahora, señor?
¡Qué fríos pasó el invierno
con hambre de cada día
sin vender con agonía
un lienzo al mejor postor!
¿de qué sirve ahora, señor?
Y lo cuelgan y lo exponen
en subastas y museos
para colmar los deseos
de los que nunca disfrutó,
¿de qué sirven homenajes
monumentos y linajes
a quien por calles mendigó?


Lleida · 2009